Die Suche nach dem geheimnisvollen Pferd

"True Appaloosa"

Das geheimnisvolle Pferd - Die Suche nach dem echten Appaloosa.

 

Vier Worte, die auch SIX C Appaloosa in den Sinn kommen, wenn man von Scott Engstroms Abenteuer und der Spurensuche nach dem Ursprung des echten Appaloosa Pferdes hört. Eine fast 70-jährige Frau, mit einer interessanten persönlichen Geschichte, macht sich auf die Suche nach einem bestimmten Pferd und begibt sich dafür in die Tiefen des alten Sowjetreichs.

 

Inspirierend - Überwältigend - Mitreißend - Fantastisch

 

Der 2015 ausgestrahlte Dokumentarfilm "True Appaloosa" mit dem Titel "Die Suche nach dem geheimnisvollen Pferd", ist eine Produktion von dem internationalen Autor Conor Woodman,

 

"True Appaloosa" erzählt die abenteuerliche Reise von Scott Engstrom, einer Appaloosa Foundation Züchterin, die sich auf eine außergewöhnliche Reise durch die kargen Länder Kirgisistans und über einen 4200 Meter langen Pass in ein verlorenes Tal zu Pferd begeben hat, in dem Nomaden und ihre wertvollen gefleckten Pferde leben, um genau dort den eigentlichen Ursprung und damit die Wahrheit der Appaloosa Pferderasse zu ergründen.

 

Scott hat sich auf eine sehr anspruchsvolle und herausfordernde sowie emotionale und intensive Reise in ein unbekanntes Land eingelassen, aber die Mühe hat sich jedoch gelohnt, denn die Expedition war mit einem sehr lohnenden und erfreulichen Ende verbunden. Seit Jahren versucht die mutige Lady zu beweisen, dass das Appaloosa Foundation Pferd seinen Ursprung in Asien hat und nicht wie behauptet aus Spanien stammt. Dieser außergewöhnliche Film zeigt die hartnäckige 69-Jährige bei ihrer Entdeckungsreise nach einem bunten Pferd in einem verlorenen Tal, das bis heute als unzugänglich gilt.

 

Seit jeher ist Scott davon überzeugt, dass es unmöglich sein könnte, dass die Nez Perce Indianer in der Zeit von Lewis und Clark, über einen tausendfachen Pferdebestand verfügt haben können, wenn ihr gesamter spanischer Pferde-Bestand nur aus entflohenen Pferden aus Importen stammen sollte. Als Begründung stützt sie sich auf die Vermehrungsgeschwindigkeit der Pferde.

 

Die taffe Lady ist davon überzeugt, dass es im pazifischen Nordwesten bereits Pferde zur Zeit der europäischen Invasionen gab, die weniger aus Europa, sondern mehr aus Asien stammen müssten.

 

Ihre Annahme sollte sich verdichten, als Scott auf ihrer Ranch in Neuseeland zufällig eines Nachts eine Episode von "Conor Woodman - in 80 Tagen um die Welt" sah, in der er in Kirgisistan mit Pferden handelte und dabei bemerkte, dass eines dieser Pferde eine markant gemusterte Appaloosa Zeichnung auf dem Pferdekörper zeigte. Scott kontaktierte daraufhin Conor und überzeugte ihn, sie nach Kirgisistan zu begleiten, denn die alte Dame hatte sich in den Kopf gesetzt, dieses bunte Pferd zu finden, um seine DNA zu analysieren und damit herauszufinden, ob dieses Pferd mit ihren Appaloosa Foundation Pferden verwandt ist.

 

Die Suche nach dem wahren Erbe ihrer Appaloosa Foundaiton Pferde blieben von Zweiflern nicht unkommentiert und so wurde daran gezweifelt, dass Scott dieses Pferd je finden würde. Was sie stattdessen finden würde, wäre eine geheimnisvolle Herde von Appaloosa-Pferden, die in diesem Teil der Welt "Altai-Pferde" genannt werden.

 

Wie die Nez Perce wurden die Kirgisen von Russen erobert, die ihre Pferde beschlagnahmten, ihre Pferdeherden zersetzten und sie zwangen, die Blutlinien und Farbmuster durch Pferdezucht auf russische Pferdebestände zu verdünnen oder aufzulösen. Dieses eine abgelegene Tal hat es jedoch geschafft, die alten Blutlinien der Altai-Pferde zu erhalten; die Ähnlichkeit mit den Appaloosa Foundation Pferden ist in der Tat bemerkenswert.

 

Scott Engstrom, Conor Woodman und einem Züchter namens Munarbek aus Kirgisistan, gelang es, das Erbgut aus der Herde zu sammeln und diese DNA-Sammlung bei Texas A&M in den USA testen zu lassen. Der Genetiker, der diese Tests durchführte, stellte fest, dass die Pferde tatsächlich mit Scott Engstroms Tieren verwandt sind, so dass sie ihre Theorie der asiatischen und nicht der spanischen Herkunft zu unterstützen scheinen.

 

Zu Beginn der Doku zählte Scott mehrere Kriterien zur Identifizierung von Appaloosa-Pferden auf. Chaar, den sie in der Nähe des Sees Chatyr Kul in Kirgisistan fanden, zeigte alle Merkmale, die Scott nannte; nicht verwunderlich, dass dies durch DNA-Vergleiche bestätigt wurde.

 

Dieses Ergebnis kann dazu führen, dass nicht nur die Geschichte der Appaloosa-Rasse neu geschrieben werden müsste, sondern auch die des amerikanischen Pferdes.

 

Die Doku zeigt unter anderem auf, wie wertvoll und wichtig die Chaar Pferdeherde für die Menschen in der abgelegenen Gegend sind.

 

Munarbek kaufte Chaar Suulu und arbeitet an der Gründung des Appaloosa Horse Club von Kirgisistan.

Appaloosa Old-Line | Appaloosa Old-Foundation | Appaloosa Sport Horse | Appaloosa Classic | By SIX C Appaloosa
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Nach derzeitigem Kenntnisstand sollen angeblich keine archäologischen Beweise vorliegen, die diese Theorie stützen würden. Vielleicht werden Beweise zurückgehalten, weil Amerika geostrategisch niemals ein Russland-Freund werden kann? Amerika muss Russland isoliert von Deutschland und Europa halten und eine russische Freundschaft zu Deutschland  muss zwingend vermieden werden. Zu stark wäre eine Verbindung von Russland und Deutschland.

 

Es stellt sich nun die Frage, wie und wann die asiatischen Altai-Pferde auf den Boden Amerikas gelangten? Händler hätten über den Pazifik segeln müssen; ein langer Weg von China oder Japan. Eine weitere Möglichkeit ist die nördliche Route durch Sibirien und zu welchem Zeitpunkt diese Reise begonnen haben könnte. Der Weg über die Landbrücke und das Aussterben der frühzeitlichen Pferde auf dem amerikanischen Kontinent liegt zeitlich so nahe beieinander, so dass auch diese Frage offen bleibt, weshalb sich die Pferde nicht über den Pazifik ausgebreitet hatten?

 

Die Theorie, dass das Ursprungsgen der alten Appaloosa-Rasse über die Bering-Landbrücke nach Amerika gekommen ist, verhärtet sich zunehmend.

 

Die Untersuchung von Ergutanlagen sowie auch andere Forschungsarbeiten belegen immer mehr, dass Verbindungen zwischen Asien und Amerika bestehen und nachgewiesen werden können.

 

Beispielsweise liegt 2.449 Kilometer im nordöstlichen Teil von Kirgisistan in Sibirien der Jenissei-Fluss, wo mehrere Sprachen genügend Ähnlichkeit mit der Na-Dené-Sprachfamilie in Nordamerika aufweisen, zu denen auch die Apachen Sprache gehört, um die Dené-Jenisseische-Sprachfamilie zu erschließen.

 

Die Geschichte, dass sich das Appaloosa Pferd aus spanischen Pferden entwickelte, konnte Scott mit ihrer Theorie über den Ursprung der Appaloosa Pferde anhand von DNA-Proben wissenschaftlich belegen.