Inzucht

klassische Vererbungslehre auf den Kopf gestellt

Charles Darwin

Lebewesen passen sich an unterschiedliche Lebensräume an,
wodurch neue Arten entstehen!
Charles Darwin, 19. Jahrhundert

Fortpflanzung mit gleichen Chromosomensätzen

Gefahr der Inzucht

Erbkrankheiten vererben sich rezessiv!

 

Bei sehr engem Verwandtschaftsgrad ist die Gefahr sehr hoch,
dass Erbkrankheiten an die Nachkommen weitergegeben wird.

 

Beispiel: Bruder + Schwester

 

Wenn zwei Chromosomen mit einem Krankheitsgen zusammentreffen,
kann dieses nicht mehr durch ein gesundes augeglichen werden.
Das kranke Gen wird also an den Nachwuchs vererbt.

Fortpflanzung mit verschiedenen Chromosomensätzen!

Bei unterschiedlichen Erbinformationen sinkt das Risiko,

dass Krankheitsgene von beiden Partnern zusammentreffen!

Züchterisches Inzuchtrisiko

Die intensivste Form um Reinerbigkeit zu erhalten, ist die Anwendung von Inzucht. Reinerbige Eigenschaften sollen im Erbgut der Nachkommen festgelegt werden.

 

 

 

Inzucht ist die Kreuzung von nah verwandten Pferden, um ein bestimmtes Merkmal im Erbgut zu fixieren:

 

Vater x Tochter
Mutter x Sohn
Vollgeschwister x Vollgeschwister

Mit dieser Verpaarungsform sollen bestimmte Merkmale miteinander verbunden werden, die in beiden Partnerpferden vorhanden sind. Die Chance, bestimmte Merkmale zu festigen, ist in dieser Form sehr hoch. Da nicht vorausgesehen werden kann, welche Gene sich reinerbig (homozygot) miteinander verbinden und sich fixieren, kann diese Form der Zucht positive wie negative Eigenschafen zum Vorschein bringen. Abhängig in welcher Art und Weise negative Merkmale vorliegen, muss entschieden werden, ob entsprechende Nachkommen von der Zucht ausgeschlossen werden sollten.

 

 

 

Negative Merkmale können sein: Gesundheit, Vitalität, Fruchtbarkeit, Wachstum, Lebenserwartung; auch Inzuchtdepression genannt.

 

Zu den besonders negativen Merkmalen zählen Gendefekte, die in heterozygoter oder homozygoter Form im Erbgut liegen können und zu gesundheitlichen Problemen beim Pferd führen können.  

 

 

 

Erbkrankheiten sind beispielsweise erworbene Gendefekte von den Quarter Horses in die Appaloosa Rasse, die durch Einkreuzung übertragen wurde.

 

 

 

Quarter Horse Gendefekte:
HERDA > Equine Regional Dermal Asthenia
HYPP   > Hyperkalemic Periodic Paralysis Disease
GBED  > Glycogen Branching Enzyme Deficiency

 

 

 

Inzucht als Rettung

 

Identische Erbanlagen führen zur Reinerbigkeit (Homozygotie) und wird auch bei gefährdeten Rassen angewendet, von denen nur noch ein geringer Genpool vorhanden ist. Als Beispiel ist das Przewalski-Pferd zu nennen, das kurz vor der Ausrottung stand und nur noch auf 13 Ahnen zurückgegriffen werden konnte.

 

Inzucht in der Evolution  Natürliche Auslese

Evolutionstheorie in Frage gestellt

In der Natur gibt es Tiere, die sich bewusst sehr nah in der Blutsverwandtschaft miteinander verpaaren und intensive Inzucht ohne menschliches Einwirken betreiben.

Beispielsweise das Chillingham-Rind oder der Malawi.
Kerngesund, fruchtbar und fit.


Die Natur hat das negatives Erbgut natürlich selektiert.